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Das Protein/Kreatinin-Verhältnis im Urin

Der beste Test zum Nachweis von Proteinurie

Das UPC-Verhältnis bietet eine genaue und vollständige quantitative Beurteilung der Proteinurie im Gegensatz zum Urin-Messstab, der weniger empfindlich und weniger spezifisch für den Nachweis von Protein im Urin ist.

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Fallstudie: Muriel


9 Jahre alte Katze

Muriel wurde in der Klinik mit vorhergehender leichter PU/PD, zwischenzeitlichem Erbrechen mit gelegentlichem Haarauswurf und mit Gewichtsverlust vorgestellt.

Lesen Sie die Fallstudie

  • Patient: 9 Jahre alte weibliche Katze 
  • Wurde vorstellig mit: Leichter PU/PD, zwischenzeitlichem Erbrechen und gelegentlich Fellhaar im Erbrochenen, Gewichtsabnahme 
  • Körperliche Untersuchung: Mäßiger Zahnstein, ungepflegtes Fell, dreckiger Schwanz (Anzeichen von Durchfall am Schwanz), Tachykardie, trockene Schleimhäute, dünne Hautfalte (vermutlich Dehydrierung von 5–7 %) und tastbarer Schilddrüsenknoten.

Warum UPC?


Beim UPC-Verhältnis handelt es sich um eine einfache Testmethode, mit der gemessen wird, wie viel Protein über die Nieren verloren geht und ob dieser Verlust ein Gesundheitsrisiko für das Tier darstellt.

Proteinurie ist ein wichtiger Befund, da sie in direktem Zusammenhang mit einer ungünstigen Prognose für den Patienten steht. Das UPC-Verhältnis steht in direktem Zusammenhang mit einem negativen Krankheitsverlauf – je höher das UPC-Verhältnis, desto schlechter die Prognose für den Patienten.

Das UPC-Verhältnis ist der beste verfügbare Test:

  • für die Diagnose einer Proteinurie, die Bestimmung der Persistenz sowie des Ausmaßes;
  • um klinische Entscheidungen zu lenken und das Ansprechen auf die Therapie zu überwachen.

UPC-Algorithmus

Nach erfolgter Diagnose einer CNE und Einteilung gemäß IRIS-Leitlinien (International Renal Interest Society-Richtlinien) erfolgt die weitere Einstufung des Hundes oder der Katze mithilfe der Bestimmung von Proteinurie und Hypertonie.

UPC verstehen


Beim UPC-Verhältnis wird die Menge an Protein im Urin auf die Variabilität der Urinkonzentration hin normiert.

Patient mit CNE mit erhaltener Fähigkeit der Urinkonzentration:

 

 

Patient mit CNE mit Verlust der Fähigkeit der Urinkonzentration:

 

 

Der Grad der Proteinurie bei der Erstdiagnose der Nierenerkrankung eines Tieres ist nach unseren Studien für eine Vorhersage der Überlebenszeit hilfreich. Es handelt sich um eine Abstufung: Je niedriger der Proteinspiegel im Urin, desto länger ist die Überlebenszeit der Katze.

Jonathan Elliott, Vizedirektor (Forschung und Entwicklung) am Royal Veterinary College, University of London
MA, Vet MB, PhD, Cert SAC, Dip ECVPT, MRCVS

Zusammenfassung von Veröffentlichungen


2004 ACVIM Forum Consensus Statement
Der Rolle der Proteinurie bei der Diagnose von Nierenerkrankungen wurde viel Aufmerksamkeit zuteil.

Am 28. Juli 2004 wurde das ACVIM Forum Consensus Statement für Kleintiere „Beurteilung und Behandlung der Proteinurie bei Hunden und Katzen“ von führenden auf Nephrologie spezialisierten Veterinären entwickelt. Dieses 18-seitige Dokument beleuchtet die neueste Forschung über Protein im Urin und überprüft die Definition und Klassifikation der Proteinurie, wie diese am besten nachgewiesen und bewertet wird, welche Konsequenzen eine erhöhte persistierende renale Proteinurie nach sich zieht, wann und wie auf Proteinurie getestet werden sollte und welche klinischen Maßnahmen Veterinäre bei einer diagnostizierten Proteinurie ergreifen sollten.

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Zusammenhang zwischen Überlebenszeit und Urinproteinausscheidung bei Katzen mit Nierenversagen und/ oder Bluthochdruck
An der Schwere der Proteinurie kann die Überlebenszeit von Katzen mit chronischem Nierenversagen abgelesen werden.

Neben der Überwachung der Proteinurie und der Bewertung des Ansprechens auf die Therapie kann das UPC-Verhältnis auch genutzt werden, um die ungefähre Überlebenszeit der Katze zu bestimmen. Je schwerer die Proteinurie, desto kürzer die Überlebenszeit der Katze.

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Diskussion über Proteinurie und Nierenerkrankungen
Bei diesem Gespräch diskutierten weltweit führende Experten für Nierenerkrankungen sowie praktizierende Tierärzte über Nierenerkrankungen und Proteinurie.

Sie tauschten nützliche Informationen hinsichtlich der Prävalenz von Nierenerkrankungen bei Hunden und Katzen sowie praktische Informationen hinsichtlich Diagnose, Behandlung und Überwachung aus.

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Häufige Fragen & Antworten zu UPC

Beim UPC-Verhältnis handelt es sich um eine einfache Testmethode, mit der gemessen wird, wie viel Protein über die Nieren verloren geht und ob dieser Verlust ein Gesundheitsrisiko für das Tier darstellt. Der Test beinhaltet die Messung der Protein- und Kreatininmenge in einer Urinprobe, wobei der Proteinwert durch den Kreatininwert geteilt wird.

Das IDEXX-UPC-Verhältnis misst den Proteinverlust über den Harn. Damit können bereits sehr geringe Proteinmengen (> 5 mg/dl) in Urinproben von Hunden und Katzen nachgewiesen werden. Durch die gleichzeitige Messung des Urinkreatininspiegels und die Bildung eines Protein-Kreatinin-Quotienten im Urin wird mithilfe des IDEXX UPC-Verhältnisses der Proteinverlust über den Harn gemessen, während Abweichungen bei Urinvolumen und -konzentration automatisch korrigiert werden.

Bei Kreatinin handelt es sich um ein Nebenprodukt des Muskelstoffwechsels. Es wird mit einer annäherungsweise konstanten Rate über den Harn ausgeschieden, daher kann es als Standard für den Vergleich mit anderen Substanzen, die ebenfalls über den Harn ausgeschieden werden, herangezogen werden.

Für diesen Test wird der Kreatininspiegel im Urin verwendet, um Proteinmengen im Urin zu normieren, da diese von der Flüssigkeitszufuhr des Patienten abhängen.

Der vorübergehende Verlust kleiner Proteinmengen über die Nieren ist nicht zwangsläufig kritisch, sofern die Nieren ansonsten ordnungsgemäß funktionieren und konzentrierten Urin produzieren. Falls die Nierenfunktion jedoch beeinträchtigt ist und die Nieren unzureichend konzentrierten Urin ausscheiden, können selbst kleine Proteinmengen im Urin auffällig sein und sollten weiter untersucht werden. Ein erheblicher und/ oder anhaltender Proteinverlust über die Nieren ist Grund zur Besorgnis, da dies bedeutet, dass die Nieren nicht ordnungsgemäß arbeiten. Es ist auch deshalb bedenklich, weil der Körper wertvolle Proteine verliert, die für die langfristige Gesundheit und das Wohlergehen des Tieres benötigt werden.

Nein. Proteine können im Urin vorkommen, wenn irgendwo im Harnsystem Entzündungen oder Blutungen auftreten. Proteine infolge von Entzündungen oder Blutungen sind weniger bedenklich, da der Proteinverlust über den Harn zurückgeht, sobald das zugrundeliegende Problem behandelt wurde. Daher ist eine Untersuchung des Harnsediments in Verbindung mit dem UPC-Verhältnis erforderlich. Um sicherzustellen, dass alle nachfolgenden Proteinnachweise ihren Ursprung in den Nieren haben, muss das Harnsediment unauffällig sein.

Nein. Das UPC-Verhältnis sollte nur in Urinproben bestimmt werden, die kein Blut und keine Entzündungszellen enthalten. Um zu überprüfen, ob eine Probe für den UPC-Verhältnis-Test geeignet ist, sollte eine vollständige Harn- und Sedimentuntersuchung durchgeführt werden. Blut und Entzündungsmerkmale im Urin könnten fälschlicherweise zu hohen Ergebnissen des UPC-Verhältnisses führen und auf eine Nierenerkrankung schließen lassen, obwohl keine vorliegt.

Das UPC-Verhältnis muss im Zusammenhang mit anderen Nierenfunktionstests wie UREA, CREA und SDMA interpretiert werden.

Wir empfehlen für die Interpretation des UPC-Verhältnisses die IRIS-Richtlinien.

Service

069 153 253 290

Referenz

  1. Elsemore DA, Geng J, Flynn L, et al. Enzyme-linked immunosorbent assay for coproantigen detection of Trichuris vulpis in dogs. J Vet Diagn Invest. 2014; 26(3):404-411.